
"Wer viele Jahre erfolgreich in einem Unternehmen tätig war und dann, inzwischen 45 und 55 Jahren alt geworden, aus eigenem Antrieb oder auf Grund von Änderungen in den Unternehmen gebeten, sich neu orientieren muss, stößt häufig einen Arbeitsmarkt, der auf ihn oder sie überhaupt nicht passt und nichts anzubieten scheint. Vor dieser Situation stand die Referentin Christina Kock selbst, als sie ihr Vorstandsamt als Folge der Weltfinanzkrise abgab. Aus ihren Erfahrungen mit der Suche nach einer gleichwertigen und herausfordernden Aufgabe machte sie einen neuen Beruf.
Sie berät Männer und Frauen bei der Suche nach einer neuen beruflichen Position. Sehr anschaulich verdeutlichte sie zunächst die Schwierigkeiten, die sich vor dem Wechsler türmen. Wie strukturiere ich meine Fähigkeiten und meine Tätigkeiten so, dass andere manchmal aus einer anderen Branche oder aus einer anderen Funktion verstehen, welche Beitrag ich leisten kann? Es lohnt, weniger das breit zu referieren, was ich in der Vergangenheit alles schon, manches Mal auch nur vorübergehend gemacht habe, und mich auf das zu konzentrieren, was ich erreicht habe. Der Erfolg schlägt das bloße Tätigsein.
In the end, we're all stories hat Margaret Atwood, die berühmte kanadische Schriftstellerin einmal geschrieben. Die Geschichte des eigenen beruflichen Lebens neu schreiben, mit der Hilfe eines professionellen Ghostwriters, so dass die Unternehmen, die ich respektiere und für die ich gerne arbeiten möchte und meine Fähigkeiten geschätzt werden, interessiert sind, das ist die wahre Herausforderung. Frau Kock hilft beim Blick in den Spiegel (auch beim Fotografen) und leistet den Erfolgreichen genau die Unterstützung, damit die Erfolgsstory nicht abreißt.
Diese ungewöhnliche Sicht der Referentin auf einen Bewerbungsprozess für Menschen, die in den letzten Jahren Bewerbungsverfahren nur von der anderen Seite her kennen, leuchtete ein. Zufrieden mit der gewohnt herausragenden Küche der Rotonda und bereichert durch den eindrucksvollen Vortrag der Referentin – ein gelungener Abend in der Manager-Lounge ging spät zu Ende."
Herzliche Grüße