Jobsuche 3.0 mit dem JOB FINDER SYSTEM

Mit perfekten Unterlagen geht es jetzt auf Stellensuche. Da wir uns hier in der Marketingsprache unterhalten, spreche ich jetzt von Vermarktungskanälen. Daher schauen wir uns in diesem dritten Modul die wichtigsten drei Vermarktungskanäle an:

1. Den offenen Stellenmarkt, den ich TRANSPARENZKANAL nenne, damit Sie vollständige Transparenz über das verfügbare Angebot bekommen. 2. Schauen wir uns die wichtigsten Netzwerke an, in denen Sie nicht nur suchen, sondern gefunden werden sollen – also Ihre Anziehungskraft auf suchende Unternehmen ausspielen. Und 3. erkläre ich Ihnen, wie Sie den Kanal der persönlichen Empfehlungen gezielt nutzen.

Das ist auf den ersten Blick alles ziemlich komplex und gleichzeitig befürchten Sie vielleicht, nicht genügend Wege zu nutzen. Der unübersichtlichste Bereich ist sicherlich der offene Stellenmarkt im Internet – daher gehen wir den gleich als Erstes an. Ich zeige Ihnen, wie Sie sich gut dort zurechtfinden und das Angebot strukturiert nach passenden Stellen durchsuchen können.

Der große Vorteil des Internets ist ja, dass wir fast völlige Transparenz über das offene Angebot an Stellen haben. Viele Stellenanzeigen werden auf Online-Jobportalen veröffentlicht, und manche Portale erfassen sogar die auf Unternehmenswebseiten ausgeschriebenen Stellen. Diese zu kennen ist wichtig, denn viele Unternehmen schalten aus Kostengründen und weil jeder ja diese Stelle auch durch Recherche selbst finden kann, keine Anzeigen mehr auf den einschlägigen Job-Portalen. Stellen Sie sich zum Beispiel ein Großunternehmen wie Siemens vor. Hier sind permanent Hunderte Stellen vakant, doch jede Anzeige kostet bis zu 1.000 Euro. So ein Unternehmen wird sich sagen: Wer zu uns kommen möchte, findet auf unseren Karriereseiten auch alle offenen Vakanzen.

Das Internet und die Möglichkeiten bei der Stellensuche

Außerdem ist das Bewerben über das Internet deutlich weniger aufwendig geworden als es früher war. Das ist gut für Bewerber und gut für Unternehmen. Allerdings werden Unternehmen heute oft mit einer Menge an Bewerbungen konfrontiert, die sie früher nicht bekamen. Dieser Menge müssen sie Herr werden, was oft riesigen Aufwand bedeutet.

In diesem Kapitel verschaffe ich Ihnen nun einen Überblick über seriöse Jobportale und andere Börsen im Netz, die ich in drei Kategorien einteile:

1. Klassische offene Jobbörsen – sowohl allgemeine als auch berufs- oder branchenspezifische Plattformen. An ihnen führt kein Weg vorbei bei der Stellensuche – und ich erkläre Ihnen die besten und wichtigsten.

2. Sogenannte Sammel- oder Metabörsen: Diese übernehmen automatisiert Stellenanzeigen von anderen Portalen und zum Teil auch von Unternehmenshomepages ein. Manche sind reine Marketingplattformen, die sich nur über die darauf geschaltete Werbung finanzieren und sich gegenseitig die Stellen „absaugen“, echte Anzeigen stecken nicht dahinter und das was Sie finden, ist oft veraltet.

3. Bezahlportale, auf deren Inhalte Stellensuchende nur gegen Gebühr Zugriff haben. Für Unternehmen sind diese Börsen attraktiver, weil über sie i. d. R. mehr ernsthafte Bewerbungen kommen. Sehr häufig schalten Headhunter ihre Anzeigen hier. Daher sind diese Portale oft nur für fachliche Experten, Nachwuchs- und etablierte Führungskräfte interessant und hilfreich für den nächsten Karriereschritt.

Zusammengefasst lege ich Ihnen ans Herz, die Jobbörsen wirklich aktiv anzugehen – auch wenn sie Ihnen zunächst unübersichtlich vorkommen.

Das Kapitel 8 habe ich „ANZIEHUNGSKANAL“ genannt. Sie fragen sich, was der Anziehungskanal ist. Er dient dazu, interessante Unternehmen, Personaldienstleister, Personalberater und Headhunter auf Sie aufmerksam zu machen, sie mit Ihrem „Blick“ – in dem Fall Recherche – auf sich zu ziehen. Die Rede ist von den Business-Netzwerken XING und Linkedin. Vielleicht sind Sie dort noch gar nicht vertreten – dann sollten Sie das zügig nachholen. Oder Sie sind schon mit einem Profil vertreten, haben einen Basis- oder Premium-Account. Aber ich wette mit Ihnen, dass Sie das volle Potenzial dieser Plattform für die optimale Jobsuche noch nicht ausgeschöpft haben.

Netzwerke für die Jobsuche

Das Business-Netzwerk XING hat sich in den letzten Jahren von einer reinen Netzwerkplattform zu DER Vermarktungsplattform für Jobs in Deutschland entwickelt. Während es bei XING früher darum ging, eine Online-Möglichkeit zu bieten, auf der sich Mitarbeiter, Führungskräfte und Selbstständige vernetzen können, ist nun die Vermittlung von Jobs ein Schwerpunkt, weil Xing damit zusätzlich ordentlich Geld verdienen kann.

Und es ist vor allem für Unternehmen interessant geworden, die geeignete Kandidaten identifizieren und ansprechen wollen. Denn es ist Unternehmen nicht erlaubt, z. B. als Personalabteilung einfach Mitarbeiter eines anderen Unternehmens anzurufen und abzuwerben. Das ging bisher nur über Personalberater. Doch inzwischen hat XING diverse Tools entwickelt, mit denen Unternehmen (aber natürlich auch andere Recruiter) direkt auf potenzielle neue Mitarbeiter zugehen können.

Umso wichtiger ist es für Sie, für die Jobsuche bzw. nächste Karriereschritte, die Profile so zu optimieren, dass Sie gut gefunden werden. Das geht bei Xing schon im Basisprofil, noch besser im Premiumprofil und am besten in der High-Level-Variante ProJobs, die ich Ihnen in diesem Kapitel erläutere. Hier lohnt sich nach meiner Erfahrung die Investition für den Beitrag.

Übrigens schalten viele Unternehmen mittlerweile ihre Stellenanzeigen auch auf XING, ein weiterer Grund für Sie, hier präsent zu sein, damit Sie auch diesen Teil des offenen Arbeitsmarktes überblicken.

Gefunden werden heißt aber auch, mit den richtigen Schlagwörtern an den richtigen Stellen vertreten zu sein – das erfahren Sie in diesem Kapitel.

Xing und LinkedIn sind eine einfache Möglichkeit, viel über sich sichtbar zu machen und vor allem auch, interaktiv und direkt mit potentiellen Arbeitgebern zu kommunizieren. Leichter geht es nicht.

Per Empfehlung in den neuen Beruf

Und dann gibt es natürlich auch noch Karriere- und Jobchancen über das eigene Netzwerk, den „EMPFEHLUNGSKANAL“, darum geht es im Kapitel 9. Auch wenn Sie sich schon recht intensiv mit dem offenen Stellenmarkt, dem Suchen und dem Gefunden-Werden beschäftigt haben, gibt es leider eine schlechte Nachricht: Nach Studien werden mehr oder weniger als die Hälfte der Stellen gar nicht über den offenen Markt besetzt! Sie gehen unter der Hand weg oder werden mit Kandidaten besetzt, die auf anderen Wegen zu dem suchenden Unternehmen finden. Daher beschließe ich das dritte Modul im JOB FINDER SYSTEM® mit einem sehr wichtigen, aber häufig vernachlässigten Kanal zum Generieren neuer Chancen für den neuen Job oder die Karriere: dem Empfehlungskanal.

Und das heißt auch gleichzeitig: Raus aus der Komfortzone! Denn nach wie vor redet man hier bei uns nur ungern über Jobverlust, Gehalt und ähnliche Themen. Das ist aber notwendig, wenn Sie sich diesen wichtigen Kanal erschließen möchten.

Nun geht es also darum Jobs zu finden, die nicht auf dem offenen Arbeitsmarkt angeboten werden. Wenn man aktiv auf Jobsuche ist, hat man natürlich schnell die Idee, sich empfehlen zu lassen. Meist folgt als zweiter Gedanke dann: „Aber ich kenne ja niemanden in entsprechenden Positionen.“ Und natürlich ist es eher die Ausnahme, dass jemand ein Netzwerk hat, das passenderweise aus Entscheidern in genau den interessanten Unternehmen besteht, in denen man gern arbeiten würde.

Doch die Kunst beim Erschließen des Empfehlungskanals besteht darin, dass Sie das Netzwerk hinter Ihrem Netzwerk erkennen. Denn natürlich hat jeder und jede in seinem oder ihrem Umfeld Menschen, die beim nächsten beruflichen Schritt behilflich sein können. Auch wenn Sie selbst nur eine überschaubare Anzahl von Entscheidern – oder vielleicht sogar gar keine – kennen, so haben wiederum Menschen aus Ihrem Umfeld garantiert Kontakt zu Entscheidern. Dazu müssen Sie aber genau diese Menschen über Ihre beruflichen Veränderungsabsichten professionell und offen informieren und aktiv um Unterstützung bitten, um dieses Potenzial ausschöpfen zu können.

Und Menschen in Ihrem Umfeld arbeiten ja auch in Unternehmen, die vielleicht Mitarbeiter suchen und kommen an offene Stellen z. B. über interne Portale ran. Oder man geht mit Kollegen essen und spricht über andere Bereiche oder Abteilungen, da kann Ihr Netzwerk fragen, ob Vakanzen bekannt sind. Meistens ist der interne Flurfunk ja viel schneller als die offiziellen Wege. Und manchmal werden Mitarbeiter auch honoriert, wenn sie neue Kollegen ins Haus holen. Also, es kann lohnenswert für beide Seiten sein, Ihnen einen neuen Job oder den nächsten Karriereschritt zu verschaffen. Hier erfahren Sie, was das sinnvoll und professionell angegangen wird.